Arbeitswoche Klasse 3c, 27.5. - 1.6.2002

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Kurzbericht

27. Mai - 1. Juni 2002, Huttwil
Begleitpersonen: Sonja Binz, Sport / Michael Schneckenburger, Mathematik


Es goss aus Kübeln, als wir nach einer kurzen Reise am späteren Montagmorgen im Sportzentrum in Huttwil eintrafen. Ideales Wetter also für Sport und Mathematik.
Nach einem kleinen Fussballspiel zum Angewöhnen und dem leckeren Mittagessen, welches für den Rest der Woche von ebensolcher Qualität bleiben sollte, wollten wir keine Minute verschwenden, und wandten uns also den platonischen Körpern zu.
Die 5 platonischen Körper sollten während den folgenden 5 Tagen im Zentrum des mathematischen Teiles der Arbeitswoche stehen: zur Freude der einen, zum Leid der anderen erarbeiteten wir nicht nur an und mit den platonischen Körpern die Grundlagen der Stereometrie, sondern wir bastelten die einzelnen Körper auch mit Papier, viel Leim und geschickt gesetzten Bostichklammern. Mit Hilfe dieser eigenen Modelle ging es auch darum, das räumliche Vorstellungsvermögen zu schulen bzw. zu verbessern und so die Aussage Rudolf Steiners, dass er an der Geometrie das Glück zuerst kennen gelernt habe, etwas besser verstehen zu können...
Für die kommende Fussball-WM waren wir auch bestens vorbereitet, denn allen war nun klar geworden, dass ein Fussball nichts anderes als ein Ikosaederstumpf ist, der aus 12 Fünfecken und 20 Sechsecken aufgebaut ist.
Der rote Faden im Sportteil war das Thema Kooperation in verschiedenen Facetten. In den Sportspielen Basketball und Unihockey stand das Zuspiel bzw. Zusammenspiel im Mittelpunkt. Spielformen zur Schulung des peripheren Sehens (Seh' ich nur den Ball, oder auch meine Mitspieler und sogar noch den Gegner? Wann und vor allem wem spiel' ich sinnvollerweise den Ball zu?) oder spezielle Regeln (ein Tor zählt so viele Punkte wie vorher erfolgreiche Pässe gespielt wurden) ermöglichten neue Einsichten in bekannte Spiele. Ueber einfache Partnerakrobatik (Flieger, Galleonsfigur, Stuhl, etc.) kamen wir zu den grösseren Pyramiden und staunten nicht schlecht über die tollen Bauten mit bis zu acht Personen. Es gab für jeden einen geeigneten Platz, Vertrauen, Rücksichtnahme und Hilfestellungen waren Bedingung.
Saure Arme gab's dann beim Topropeklettern, im Kletterkamin des Sportzentrums. Einer sichert und hat eine grosse Verantwortung, der andere klettert und muss Vertrauen haben - so wurden persönliche Grenzen weiter rausgeschoben. Anstrengend war beides. Mit Bogenschiessen und Tchoukball lernten alle zwei weitgehend unbekannte Sportarten kennen. Ersteres fordert und fördert die Konzentrationsfähigkeit, letzteres stellt mit seinen strikten Regeln, die jede Behinderung des Gegners verbieten, hohe Anforderungen an die Mannschaftstaktik. Alle waren mit grossem Enthusiasmus dabei, obwohl die Müdigkeit und bei einigen auch die "Havarien" gegen Ende Woche zunahmen.
In den Pausen wurde am Tischtennistisch immer wieder aufs Neue der Champion im Rundlauf ermittelt, und das mit einer täglichen Niveausteigerung.
An den Abenden feilten wir entweder an unserer Fussballtechnik oder übten uns auf der Kegelbahn - nicht allen lag die Kugel gleich gut in der Hand wie Patrick, der dem Rest der Klasse klar zeigte, wo der Bartli den Most holt.
Als das Wetter dann gegen Wochenmitte endlich besser wurde, nutzen wir einen lauen Sommerabend, um auf einer sanften Emmentaler Anhöhe - Huttwil lag zu Füssen - zu bräteln, zu plaudern, ein bisschen Volleyball zu spielen und die zutraulichen Rinder zu bestaunen.
Am Freitagmorgen zeigte uns Willi auf eindrückliche Art und Weise, dass Goldwaschen sehr anstrengend ist, obwohl der heutige Goldwäscher nicht mit einem Esel, sondern mit einer Harley auftaucht. Sieben Unentwegte einschliesslich der oben erwähnten Begleitpersonen liessen es sich dann nicht nehmen, den Rückweg durchs schöne Napfgebiet zu Fuss zu machen. Wunderschön. Am Nachmittag wurden im Triaplayturnier (Basketball, Fussball, Unihockey) noch die letzten Energiereserven mobilisiert um das Siegerglacé zu ergattern.
Ja und am Samstag machten wir uns auf, diesmal bei Sonnenschein, zurück in die grosse Stadt an der Limmat, nach Downtown Switzerland...

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