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Liebe Schülerinnen und Schüler,
Im ersten Semester des Maturajahres werden Sie in Einklang mit dem neuen Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) eine Maturaarbeit erstellen und präsentieren.
Die Maturitätsarbeit gibt Ihnen die Chance, konzentriert und über längere Zeit an einem Thema zu arbeiten, das Sie selbst gewählt haben. Sie lernen dabei selbständig Informationen zu beschaffen und in eigenständiger Form zu verarbeiten. Bei diesem anspruchsvollen Projekt wird Sie eine Betreuerin oder ein Betreuer aus dem Lehrkörper begleiten, beraten und am Schluss ihre Arbeit beurteilen.
Die nachfolgende Wegleitung informiert Sie über die Möglichkeiten der Themenwahl, über den zeitlichen Ablauf, über die Gestaltung der Arbeit und über deren Bewertung.
An einer Informationsveranstaltung (siehe Terminkalender) werden Sie zusätzliche mündliche Informationen und Ausführungen erhalten und Sie werden auch die Gelegenheit haben, bei den Präsentationen des vorgängigen Jahrganges Beispiele von Maturaarbeiten kennen zu lernen.
An dieser Stelle möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen danken, die sich als Betreuerinnen und Betreuer zur Verfügung stellen, sowie Michael Schneckenburger, der die komplexe Aufgabe der Organisation und Koordination übernimmt.
Ihnen liebe Schülerinnen und Schüler wünsche ich viel Erfolg und Befriedigung bei der Gestaltung Ihrer Maturaarbeit.
Christoph Baumgartner, Rektor
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1. Arbeitsschritte
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Themenfindung
Die persönlichen Interessensgebiete nach möglichen Themen absuchen.
Hatten Sie nicht schon lange den Wunsch, einem Thema nachzugehen, das bei Ihnen immer zu kurz gekommen ist?
Mutige Phantasien können zu neuartigen Ideen führen!
Diskutieren Sie mit Kameraden, Lehrern, Eltern vorerst durchaus auch ganz unsystematisch.
Die "erlösende Idee" kommt oft in einem unerwarteten Augenblick; seien Sie offen dafür!
Das Thema einzugrenzen und genauer zu definieren gelingt oft erst, nachdem man sich eine Zeit lang intensiver mit ihm auseinandergesetzt hat.
Grenzen Sie Ihr Thema ein! Am besten formulieren Sie eine Frage oder Hypothese, die Sie beantworten bzw. verifizieren möchten.
Schaffung guter Bedingungen
Fachleute, Hilfsmittel, Fachliteratur suchen.
In welcher Bibliothek finde ich Literatur? Welches Labor, welches Studio kann ich benützen?
Machen Sie sich ein Konzept und einen Zeitplan auch wenn diese vielleicht später abgeändert werden müssen.
Dieses erste Grobkonzept bringen Sie in Ihr Erstgespräch mit dem Betreuer vor den Sommerferien mit. Es beinhaltet: das Thema mit Fragestellung, das Ziel der Arbeit, das Zielpublikum, die Methoden, die Teilschritte mit Terminen. Es dient als Grundlage für einen eventuellen Lernkontrakt.
Führen Sie von Anfang an das Journal, in welchem die einzelnen Arbeits- und Lernschritte sowie die verwendete Zeit festgehalten werden (vgl. 3.4). Geben Sie auch an, was Ihre nächsten Schritte sein werden. Dieses Journal bringen Sie in jede Sitzung mit der Betreuerin zur Unterzeichnung mit.
Überlegen Sie sich, wie Sie die wachsende Menge von anfallendem Material in einer übersichtlichen Ordnung halten können. Notieren Sie z.B. immer genau, woher Sie eine Information haben. Das erspart später viel Zeit beim Verfassen des Literaturverzeichnisses.
Eigentliche Arbeit
Besprechen Sie das Vorgehen mit dem Betreuer und eventuellen weiteren Fachpersonen.
Versuchen Sie aber immer wieder, möglichst viel Eigenleistung einzubringen.
Fleissarbeit: Bücher lesen, Datensammlungen anlegen, Umfragen durchführen, Modelle konstruieren etc.
In der Schreibwoche erste Fassung ausformulieren und jemandem zum Lesen geben (Aussenstehende bemerken Schwachstellen eher). Ihr Betreuer liest Ihre Fassung sicher gerne durch, um auf grobe Fehler aufmerksam machen zu können.
Der Arbeit die endgültige Form geben
Nachdem Schwachstellen ausgemerzt sind, auch äusserlich die Arbeit in eine schöne, ansprechende Form bringen.
Reinschrift (Computer ist empfohlen, es gibt aber auch andere Formen) mit gutem Bildmaterial etc.
Auch das Einscannen von Bildmaterial, das Binden einer Broschüre usw. kostet Zeit!
Beachten Sie vor dem Einreichen das Kapitel 5. Abgabe
Planen Sie auch frühzeitig die mündliche Präsentation!
Der fertige Aufbau der Arbeit wird je nach Thema und Fachrichtung variieren (Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Kunst...). In künstlerischen oder konstruktiven Arbeiten kann die Hauptleistung in einem konkreten Gegenstand bestehen (Ölbild, musikalische Komposition, Theaterstück, Modell, Maschine etc.). Dennoch kann in den meisten Fällen nach dem folgenden Raster vorgegangen werden:
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2. Der Aufbau der schriftlichen Arbeit
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Titelblatt
Literargymnasium Rämibühl, Maturaarbeit 20xx (Jahrgang in dem Sie die Arbeit abgeben), Autorin / Autor, Klasse, Thema der Arbeit, Betreuerin / Betreuer.
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Abstract / Zusammenfassung
Als Zusammenfassung: Schilderung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit.
So prägnant wie möglich! (ca. eine halbe Seite). Hier wird die Fragestellung / Hypothese, wichtige Resultate und Methoden erwähnt.
Das Abstract ermöglicht der Leserin einen raschen Überblick über die Arbeit. (Sie finden Abstracts auch als Einleitung bei vielen Zeitungsartikeln).
Ein gesonderter Ausdruck von Titel und Zusammenfassung ist separat einzureichen. Er wird mit der schriftlichen Würdigung des Betreuers von der Schule als Beleg archiviert. Siehe Kap. 5. Abgabe.Auf einer neuen Seite:
Bestätigung
Hier schreiben Sie obligatorisch folgenden Passus (ohne ihn ist die Arbeit ungültig):
Ich bestätige, dass ich diese Arbeit selbst geleistet habe, dass sie kein Plagiat und auch keine Fälschung ist, dass alle übernommenen Teile korrekt erwähnt, zitiert und bibliografiert sind und ich nur die erwähnten Hilfsmittel verwendet habe. Ich bin von den Konsequenzen, die eine Nichteinhaltung dieser Punkte nach sich zieht, in Kenntnis gesetzt worden.
Ort, Datum, Ihre Unterschrift.
Auf einer neuen Seite:
Inhaltsverzeichnis
Hier geben Sie einen Überblick in Haupt- und Unterkapitel.
Seitenzahlen ermöglichen das Auffinden der einzelnen Abschnitte.
Auf einer neuen Seite:
Vorwort
Schilderung der Beweggründe, die Sie dieses Thema wählen liessen.
Nennung aller Personen und Institutionen, die Sie unterstützt haben (Danksagung).
Einleitung
Problemstellung. Abgrenzung des Themas. Quellenlage.
Erläuterung und Begründung der angewandten Methode, von Versuchsanordnungen. Adressen von Interviewpartnern, Zeit und Ort von Datenerhebungen etc.
Hauptteil
Wahrscheinlich das längste Kapitel, deshalb in einzelne Abschnitte gegliedert.
Hier wird die eigentliche Substanz der Arbeit zu finden sein.
Texte werden zitiert, verglichen und interpretiert, Ergebnisse mit früheren Untersuchungen verglichen.
Das eigene Vorgehen und die Resultate werden kritisch hinterfragt (Diskussion). Ideen werden vorgebracht, wie weiterführende Arbeiten aussehen könnten.
Passende und gut beschriftete Abbildungen und Tabellen fördern die Anschaulichkeit.
Schlusswort
Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse.
Literaturverzeichnis
Nennung aller Quellen in alphabetischer Reihenfolge (vgl. unten 7.3).
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3. Über den Umgang mit Quellen
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Das Wertvollste ist immer die Eigenleistung. Nur Exzerpte zu verfertigen macht noch keine wissenschaftliche Arbeit aus. Versuchen Sie zuerst, sich Ihre eigenen Gedanken zu machen, um erst dann gewisse Schlüsse mit bestehender Fachliteratur zu vergleichen.
Selbstverständlich wird man immer auf Informationen von aussen angewiesen sein. Diese erhalten Sie über Bibliographien, Literaturverzeichnisse, grosse Lexika (insbesondere Speziallexika). Wenn möglich, verschaffen Sie sich die neuesten Publikationen.
Internet
Über die Möglichkeiten des Gebrauchs von Internet-Katalogen, Suchmaschinen, Archiven, Newsgroups, Mailing-Listen, E-Mails etc. gibt es Informationen in allgemeinen sowie in fachspezifischen Broschüren.
Vorsicht! Internet-Informationen unterliegen keiner Qualitätskontrolle, weil jedermann dazu Zugang hat. Lassen Sie sich von erfahrenen Personen beraten.
Dem Internet entnommene Informationen müssen durch Angabe der Internet-Adresse und des Datums belegt werden.
Bibliographieren und Zitieren
Erstellen Sie eine Bibliographie mit sämtlicher Literatur, die Sie für Ihr Produkt verwendet haben!
Wörtliche Textzitate sind in Anführungszeichen ("...") zu setzen. Zeichensetzung, Rechtschreibung, Hervorhebungen etc. müssen unverändert wiedergegeben werden. Kürzungen werden mit [...] gekennzeichnet. Auch für notwendige Ergänzungen braucht man eckige Klammern. Alle Zitate (auch nicht wörtliche = Paraphrasen) müssen im Text oder mit Fussnote gekennzeichnet werden (Seitenzahl angeben!). Dabei wird auf das Literaturverzeichnis am Schluss der Arbeit verwiesen. In dieses gehören folgende Angaben:
Autor / Herausgeber. Titel des Werkes. Erscheinungsort und -jahr, evtl. Titel der Reihe oder Zeitschrift, Verlag, Auflage (sofern nicht die erste).
Bei Informationen aus dem Internet: URL, Datum des Aufrufs.
Die folgenden Informationen können Ihnen das Erstellen des Literaturverzeichnisses erleichtern. Je nach Fachrichtung können die Formen leicht variieren. Fragen Sie Ihre Betreuerin oder Ihren Betreuer.
Beispiele für das Literaturverzeichnis
Ordnen Sie nach dem Alphabet!
| 1) | Übernommene Informationen aus Büchern |
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| a) | Name und Vorname des Verfassers. Titel des Werkes. evtl. Band, Ort und Datum der Ausgabe. z.B. Goethe, Johann Wolfgang. Römische Elegien. Sämtliche Werke Bd. 1, Zürich 1979 oder Alberts, Bruce et al. Molecular Biology of the Cell. Garland Publishing Inc., New York, 1983 oder Parker, R.. Miasma, Pollution and Purification in Early Greek Religion, Oxford 1983 |
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| b) |
Bei häufiger Verwendung eines Werkes die Abkürzung: |
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| c) | Wörterbücher, Lexika, Nachschlagewerke etc. mit Abkürzungen: z.B. Kindler: Kindlers Literatur Lexikon, 7 Bde, Zürich 1965ff. Kleiner Pauly: Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike in 5 Bänden, München 1975ff. |
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| 2) | Für Zitate |
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| a) | Bei Büchern: Name des Verfassers und Vorname (meist lnitiale). Titel des Werkes. Erscheinungsort, Erscheinungsdatum, Seitenzahl. z.B. Parker, R. Miasma, Pollution and Purification in Early Greek Religion. Oxford 1983, S. 20 |
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| b) | Bei Zeitschriften: Name des Autors und Vorname (meist lnitiale). Titel des Aufsatzes. Name der Zeitschrift, Band und Jahrgang. z.B. Thwaites, B. Die schöpferischen Krisen. Geo Wissen 2, 1992, S. 48f. |
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| c) | Bei Lexikonartikeln: Verfasser des Artikels. Bezeichnung des Artikels. Name und Band des Lexikons, Erscheinungsort und -datum, Seitenzahl. z.B. Abel, K. Seneca. In: dtv-Lexikon der Antike, Bd. 4, München 1970, S. 183ff. |
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| 3) | Internetangaben |
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| Webadresse des verwendeten Artikels und Datum der Benützung. z.B. http://www.eduvinet.de/mallig/bio/neuro/nerven1.htm (12. Juli 2003). |
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