Maturaarbeit

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Leitfaden

(7. durchgesehene Ausgabe 2010)

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Richtlinien
2. Vorbereitung
3. Betreuung und Zeitanrechnung
4. "Riten"
5. Abgabe
6. Bewertung
7. Praktische Hinweise
 • Arbeitsschritte
 • Der Aufbau der schriftlichen Arbeit
 • Über den Umgang mit Quellen



Vorwort

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Im ersten Semester des Maturajahres werden Sie in Einklang mit dem neuen Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) eine Maturaarbeit erstellen und präsentieren.

Die Maturitätsarbeit gibt Ihnen die Chance, konzentriert und über längere Zeit an einem Thema zu arbeiten, das Sie selbst gewählt haben. Sie lernen dabei selbständig Informationen zu beschaffen und in eigenständiger Form zu verarbeiten. Bei diesem anspruchsvollen Projekt wird Sie eine Betreuerin oder ein Betreuer aus dem Lehrkörper begleiten, beraten und am Schluss ihre Arbeit beurteilen.

Die nachfolgende Wegleitung informiert Sie über die Möglichkeiten der Themenwahl, über den zeitlichen Ablauf, über die Gestaltung der Arbeit und über deren Bewertung.

An einer Informationsveranstaltung (siehe Terminkalender) werden Sie zusätzliche mündliche Informationen und Ausführungen erhalten und Sie werden auch die Gelegenheit haben, bei den Präsentationen des vorgängigen Jahrganges Beispiele von Maturaarbeiten kennen zu lernen.

An dieser Stelle möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen danken, die sich als Betreuerinnen und Betreuer zur Verfügung stellen, sowie Michael Schneckenburger, der die komplexe Aufgabe der Organisation und Koordination übernimmt.

Ihnen liebe Schülerinnen und Schüler wünsche ich viel Erfolg und Befriedigung bei der Gestaltung Ihrer Maturaarbeit.

Christoph Baumgartner, Rektor


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1. Richtlinien

  1. Die Maturaarbeit ist eine obligatorische einsemestrige Hausarbeit; sie dient der Vorbereitung auf selbständiges Arbeiten an der Hochschule, an einer Fachhochschule, in einem Kunststudium etc.

  2. Das Thema der Arbeit kann aus verschiedenen Fachgebieten stammen. Es muss nicht an ein Unterrichtsfach gebunden sein; interdisziplinäre Arbeiten sind möglich.

  3. Das Thema muss intellektuellen Ansprüchen genügen. Künstlerische oder konstruktive Arbeiten sind möglich; sie müssen von einem beleuchtenden analytischen Text begleitet sein.

  4. Der korrekten sprachlichen Formulierung sowie einer guten graphischen Präsentation ist die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

  5. Die Maturaarbeit ist im Prinzip eine Einzelarbeit. In Ausnahmefällen sind Gruppenarbeiten erlaubt, falls die Arbeitsanteile klar unterschieden werden können.

  6. Der Umfang der Arbeit soll den Fähigkeiten des Schülers und der zur Verfügung stehenden Zeit (max. 120 Arbeitsstunden) angemessen sein; bei Textarbeiten beträgt der Umfang zwischen 20 und 30 A4-Seiten (ohne Anhang).

  7. Schülerinnen und Schüler, deren Arbeit mit "ungenügend" bewertet worden ist, können nicht zur Maturitätsprüfung zugelassen werden.

  8. Plagiate ziehen schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Sie können die Nichtzulassung zur Maturitätsprüfung bedeuten.

  9. Die Schule kann keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen.


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2. Vorbereitung

  1. Sie beginnt im vorausgehenden Semester mit der Teilnahme an den Präsentationen der aktuellen Maturaarbeiten und dem Austeilen des Leitfadens.

  2. Die Schülerinnen und Schüler werden an einem "Starttag" durch Referate in Sinn und Zweck der Maturaarbeit eingeführt und erhalten Instruktionen über Teilaspekte der Durchführung.

  3. Die Betreuerinnen und Betreuer führen noch im Vorbereitungssemester mit den Schülern mindestens ein vorbereitendes Gespräch (vgl. 7. Praktische Hinweise, Erstgespräch und Grobkonzept).


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3. Betreuung und Zeitanrechnung

  1. Die Betreuerinnen und Betreuer sind in der Regel Lehrkräfte der Schule. Über Ausnahmen entscheidet der Koordinator bzw. die Koordinatorin für Maturaarbeiten.
    Jede Betreuerin und jeder Betreuer darf nicht mehr als vier Arbeiten betreuen. Bedingung ist zudem, dass eine tragbare zeitliche, räumliche und finanzielle Lösung gefunden werden kann (z.B. Laborprobleme in den Naturwissenschaften).

  2. Ein regelmässiger Kontakt der Schülerinnen und Schüler mit ihren Betreuern muss möglich sein. Die Betreuer schreiten ein, falls sie feststellen, dass Schüler es sich zu leicht machen oder an einer allzu umfangreichen Arbeit zu scheitern drohen.
    Falls Termine mehrmals nicht eingehalten werden, muss der Betreuer dies dem Koordinator bzw. der Koordinatorin melden.

  3. Die Betreuung beginnt bereits im Semester vor der eigentlichen Arbeitsphase (vorbereitende Abklärungen) und endet am Ende des ersten Semesters der 6. Klasse (Beurteilungsgespräch).
    Die eigentliche Arbeitsphase ist die Zeit zwischen Frühlingsferien 5. Klasse und dann vor allem das 1. Semester der 6. Klasse, in welchem den Schülern zwei Lektionen pro Woche angerechnet werden; dazu kommen die Schreibwoche vor den Herbstferien, die entsprechenden Aufgabenzeiten und die drei Stunden, die in anderen Semestern für langfristige Aufgaben vorgesehen sind.

  4. Die Schüler schreiben laufend einen knappen Arbeitsbericht bzw. ein knappes Lernjournal über ihre Tätigkeiten, die Gespräche mit den Betreuern, ihre Fortschritte, die nächsten Ziele, etc. Dieses Journal wird bei jedem Gespräch vom Betreuer visiert und kann am Schluss mit der Arbeit abgegeben werden.
    Die Schüler machen mit der betreuenden Lehrperson verbindlich ab, wie das Journal geführt werden muss. (E-Mail-Journal / klassisches Arbeitsjournal etc.)
    Das Journal kann bei der Beurteilung des Prozesses berücksichtigt werden.


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4. "Riten"

Es sind dies:
  1. Das Beurteilungsgespräch als Abschluss der Maturaarbeit (vgl. 6.1 Bewertung).

  2. Die Ausstellung der Maturaarbeiten.

  3. Die Prämierung, an welcher die diesjährigen Arbeiten gewürdigt werden und der VEGL den Autorinnen und Autoren exzellenter Arbeiten einen Preis übergibt (Prädikat sehr gut, "mit Auszeichnung"). Die Preisträger werden auf Antrag von Betreuer und Experte durch eine Jury bestimmt, welche aus Vertretern des VEGL besteht. Die Jury definiert ihre Kriterien und Auswahl situativ.


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5. Abgabe

Am Abgabetag geben die SchülerInnen auf dem Sekretariat ab:
  1. In dreifacher Ausführung: Die geschriebene Arbeit.
    Davon geht ein Exemplar in die Bibliothek und wird vor der Maturschlussprüfung an den Hersteller zurückgegeben.
    Je ein Exemplar geht an den Betreuer und die Expertin.

  2. In zweifacher Ausführung: Titelblatt und Zusammenfassung der Arbeit (siehe Kap. 7.2 Aufbau der Arbeit).
    Davon geht ein Exemplar ins Schularchiv, eines in die Ausstellung.

  3. Das Arbeits-/Lernjournal beschriftet mit Name, Klasse, BetreuerIn, Titel der Arbeit.
    Dieses geht am Schluss an die/den SchülerIn zurück.

  4. In elektronischer Ausführung: Die geschriebene Arbeit.
    Diese Ausführung geht direkt an den Betreuer.


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6. Bewertung

  1. Beurteilt und bewertet werden die schriftliche Arbeit, das Produkt, der Arbeitsprozess und die mündliche Präsentation. Das Journal gemäss 3.4 kann zur Beurteilung herangezogen werden. Die BetreuerInnen geben den SchülerInnen spätestens nach den Sommerferien schriftlich ihre Kriterien für die Beurteilung und Bewertung ab.
    Als grober Raster für die meisten Arbeiten empfiehlt sich folgende Bewertung: 50% Produkt, 25% Prozess, 25% Präsentation (fachschaftsinterne Regelungen beachten).

  2. Alle Arbeiten nehmen im Normalfall an der regulären Präsentation teil.

  3. Die mündliche Präsentation (Beurteilungsgespräch) dauert zwischen 30 und 40 Minuten. Anwesend sind der Betreuer, die Expertin und SchülerInnen der nächsten Jahrgänge.
    Ablauf: Vortrag/Präsentation (rund 15 - 25 Minuten), Diskussion (rund 10 Minuten), Beratung von Betreuer und Experte (ohne Schüler und Gäste).
    Wärend der Präsentation und Diskussion können unter anderem folgende Fragen geklärt werden:
  4. Die Bewertung erfolgt mit einem der folgenden Prädikate: "Sehr gut", "gut" und "genügend" bedeuten, dass die Arbeit angenommen ist. Falls die Arbeit ungenügend ist, muss sie verbessert werden, bis mindestens die Bewertung "genügend" erteilt werden kann (Überwachung durch Betreuer und Koordinator).
    Die Expertin bzw. der Experte unterzeichnet die Bewertung.

  5. Falls ein Schüler oder eine Schülerin die Bewertung des Betreuers und Experten nicht annimmt, bilden folgende Personen die Wiedererwägungsinstanz:
  6. Wer die Bedingungen schliesslich nicht erfüllt, kann nicht zur Maturitätsprüfung zugelassen werden (vgl. § 15 des kantonalen Maturitätsreglementes).

  7. Der Betreuer / Die Betreuerin verfasst im Doppel eine kurze schriftliche Würdigung der Arbeit.
    Ein Exemplar wird dem Maturitätszeugnis beigelegt, das andere wird von der Schule archiviert.

  8. Das Maturzeugnis erhält den (nicht zählenden) Eintrag:
    Titel der Arbeit und Bewertung der Betreuerin / des Betreuers: Die Würdigung der Betreuerin / des Betreuers wird beigelegt.


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7. Praktische Hinweise

1. Arbeitsschritte

Themenfindung
Die persönlichen Interessensgebiete nach möglichen Themen absuchen.
Hatten Sie nicht schon lange den Wunsch, einem Thema nachzugehen, das bei Ihnen immer zu kurz gekommen ist?
Mutige Phantasien können zu neuartigen Ideen führen!
Diskutieren Sie mit Kameraden, Lehrern, Eltern – vorerst durchaus auch ganz unsystematisch.
Die "erlösende Idee" kommt oft in einem unerwarteten Augenblick; seien Sie offen dafür!
Das Thema einzugrenzen und genauer zu definieren gelingt oft erst, nachdem man sich eine Zeit lang intensiver mit ihm auseinandergesetzt hat.
Grenzen Sie Ihr Thema ein! Am besten formulieren Sie eine Frage oder Hypothese, die Sie beantworten bzw. verifizieren möchten.

Schaffung guter Bedingungen
Fachleute, Hilfsmittel, Fachliteratur suchen.
In welcher Bibliothek finde ich Literatur? Welches Labor, welches Studio kann ich benützen?
Machen Sie sich ein Konzept und einen Zeitplan – auch wenn diese vielleicht später abgeändert werden müssen.

Dieses erste Grobkonzept bringen Sie in Ihr Erstgespräch mit dem Betreuer vor den Sommerferien mit. Es beinhaltet: das Thema mit Fragestellung, das Ziel der Arbeit, das Zielpublikum, die Methoden, die Teilschritte mit Terminen. Es dient als Grundlage für einen eventuellen Lernkontrakt.

Führen Sie von Anfang an das Journal, in welchem die einzelnen Arbeits- und Lernschritte sowie die verwendete Zeit festgehalten werden (vgl. 3.4). Geben Sie auch an, was Ihre nächsten Schritte sein werden. Dieses Journal bringen Sie in jede Sitzung mit der Betreuerin zur Unterzeichnung mit.

Überlegen Sie sich, wie Sie die wachsende Menge von anfallendem Material in einer übersichtlichen Ordnung halten können. Notieren Sie z.B. immer genau, woher Sie eine Information haben. Das erspart später viel Zeit beim Verfassen des Literaturverzeichnisses.

Eigentliche Arbeit
Besprechen Sie das Vorgehen mit dem Betreuer und eventuellen weiteren Fachpersonen.
Versuchen Sie aber immer wieder, möglichst viel Eigenleistung einzubringen.
Fleissarbeit: Bücher lesen, Datensammlungen anlegen, Umfragen durchführen, Modelle konstruieren etc.
In der Schreibwoche erste Fassung ausformulieren und jemandem zum Lesen geben (Aussenstehende bemerken Schwachstellen eher). Ihr Betreuer liest Ihre Fassung sicher gerne durch, um auf grobe Fehler aufmerksam machen zu können.

Der Arbeit die endgültige Form geben
Nachdem Schwachstellen ausgemerzt sind, auch äusserlich die Arbeit in eine schöne, ansprechende Form bringen.
Reinschrift (Computer ist empfohlen, es gibt aber auch andere Formen) mit gutem Bildmaterial etc.
Auch das Einscannen von Bildmaterial, das Binden einer Broschüre usw. kostet Zeit!

Beachten Sie vor dem Einreichen das Kapitel 5. Abgabe

Planen Sie auch frühzeitig die mündliche Präsentation!

Der fertige Aufbau der Arbeit wird je nach Thema und Fachrichtung variieren (Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Kunst...). In künstlerischen oder konstruktiven Arbeiten kann die Hauptleistung in einem konkreten Gegenstand bestehen (Ölbild, musikalische Komposition, Theaterstück, Modell, Maschine etc.). Dennoch kann in den meisten Fällen nach dem folgenden Raster vorgegangen werden:

2. Der Aufbau der schriftlichen Arbeit

Titelblatt
Literargymnasium Rämibühl, Maturaarbeit 20xx (Jahrgang in dem Sie die Arbeit abgeben), Autorin / Autor, Klasse, Thema der Arbeit, Betreuerin / Betreuer.

Auf einer neuen Seite:
Abstract / Zusammenfassung
Als Zusammenfassung: Schilderung der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit.
So prägnant wie möglich! (ca. eine halbe Seite). Hier wird die Fragestellung / Hypothese, wichtige Resultate und Methoden erwähnt.

Das Abstract ermöglicht der Leserin einen raschen Überblick über die Arbeit. (Sie finden Abstracts auch als Einleitung bei vielen Zeitungsartikeln).

Ein gesonderter Ausdruck von Titel und Zusammenfassung ist separat einzureichen. Er wird mit der schriftlichen Würdigung des Betreuers von der Schule als Beleg archiviert. Siehe Kap. 5. Abgabe.

Auf einer neuen Seite:
Bestätigung
Hier schreiben Sie obligatorisch folgenden Passus (ohne ihn ist die Arbeit ungültig):
Ich bestätige, dass ich diese Arbeit selbst geleistet habe, dass sie kein Plagiat und auch keine Fälschung ist, dass alle übernommenen Teile korrekt erwähnt, zitiert und bibliografiert sind und ich nur die erwähnten Hilfsmittel verwendet habe. Ich bin von den Konsequenzen, die eine Nichteinhaltung dieser Punkte nach sich zieht, in Kenntnis gesetzt worden.
Ort, Datum, Ihre Unterschrift.

Auf einer neuen Seite:
Inhaltsverzeichnis
Hier geben Sie einen Überblick in Haupt- und Unterkapitel.
Seitenzahlen ermöglichen das Auffinden der einzelnen Abschnitte.

Auf einer neuen Seite:
Vorwort
Schilderung der Beweggründe, die Sie dieses Thema wählen liessen.
Nennung aller Personen und Institutionen, die Sie unterstützt haben (Danksagung).

Einleitung
Problemstellung. Abgrenzung des Themas. Quellenlage.
Erläuterung und Begründung der angewandten Methode, von Versuchsanordnungen. Adressen von Interviewpartnern, Zeit und Ort von Datenerhebungen etc.

Hauptteil
Wahrscheinlich das längste Kapitel, deshalb in einzelne Abschnitte gegliedert.
Hier wird die eigentliche Substanz der Arbeit zu finden sein.
Texte werden zitiert, verglichen und interpretiert, Ergebnisse mit früheren Untersuchungen verglichen.

Das eigene Vorgehen und die Resultate werden kritisch hinterfragt (Diskussion). Ideen werden vorgebracht, wie weiterführende Arbeiten aussehen könnten.
Passende und gut beschriftete Abbildungen und Tabellen fördern die Anschaulichkeit.

Schlusswort
Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse.

Literaturverzeichnis
Nennung aller Quellen in alphabetischer Reihenfolge (vgl. unten 7.3).

3. Über den Umgang mit Quellen

Das Wertvollste ist immer die Eigenleistung. Nur Exzerpte zu verfertigen macht noch keine wissenschaftliche Arbeit aus. Versuchen Sie zuerst, sich Ihre eigenen Gedanken zu machen, um erst dann gewisse Schlüsse mit bestehender Fachliteratur zu vergleichen.

Selbstverständlich wird man immer auf Informationen von aussen angewiesen sein. Diese erhalten Sie über Bibliographien, Literaturverzeichnisse, grosse Lexika (insbesondere Speziallexika). Wenn möglich, verschaffen Sie sich die neuesten Publikationen.

Internet
Über die Möglichkeiten des Gebrauchs von Internet-Katalogen, Suchmaschinen, Archiven, Newsgroups, Mailing-Listen, E-Mails etc. gibt es Informationen in allgemeinen sowie in fachspezifischen Broschüren.
Vorsicht! Internet-Informationen unterliegen keiner Qualitätskontrolle, weil jedermann dazu Zugang hat. Lassen Sie sich von erfahrenen Personen beraten.

Dem Internet entnommene Informationen müssen durch Angabe der Internet-Adresse und des Datums belegt werden.

Bibliographieren und Zitieren
Erstellen Sie eine Bibliographie mit sämtlicher Literatur, die Sie für Ihr Produkt verwendet haben!

Wörtliche Textzitate sind in Anführungszeichen ("...") zu setzen. Zeichensetzung, Rechtschreibung, Hervorhebungen etc. müssen unverändert wiedergegeben werden. Kürzungen werden mit [...] gekennzeichnet. Auch für notwendige Ergänzungen braucht man eckige Klammern. Alle Zitate (auch nicht wörtliche = Paraphrasen) müssen im Text oder mit Fussnote gekennzeichnet werden (Seitenzahl angeben!). Dabei wird auf das Literaturverzeichnis am Schluss der Arbeit verwiesen. In dieses gehören folgende Angaben:

Autor / Herausgeber. Titel des Werkes. Erscheinungsort und -jahr, evtl. Titel der Reihe oder Zeitschrift, Verlag, Auflage (sofern nicht die erste).

Bei Informationen aus dem Internet: URL, Datum des Aufrufs.

Die folgenden Informationen können Ihnen das Erstellen des Literaturverzeichnisses erleichtern. Je nach Fachrichtung können die Formen leicht variieren. Fragen Sie Ihre Betreuerin oder Ihren Betreuer.

Beispiele für das Literaturverzeichnis
Ordnen Sie nach dem Alphabet!

1)   Übernommene Informationen aus Büchern

  a)   Name und Vorname des Verfassers. Titel des Werkes. evtl. Band, Ort und Datum der Ausgabe.
z.B.
Goethe, Johann Wolfgang. Römische Elegien. Sämtliche Werke Bd. 1, Zürich 1979
oder
Alberts, Bruce et al. Molecular Biology of the Cell. Garland Publishing Inc., New York, 1983
oder
Parker, R.. Miasma, Pollution and Purification in Early Greek Religion, Oxford 1983

  b)

Bei häufiger Verwendung eines Werkes die Abkürzung:
z.B.
Goethe, Johann Wolfgang. Römische Elegien. Sämtliche Werke Bd. 1, Zürich 1979 (zitiert als Goethe R.E.)
oder
Alle antiken Autoren wurden nach dem Abkürzungsverzeichnis im Kleinen Pauly zitiert

  c) Wörterbücher, Lexika, Nachschlagewerke etc. mit Abkürzungen:
z.B.
Kindler: Kindlers Literatur Lexikon, 7 Bde, Zürich 1965ff.
Kleiner Pauly: Der Kleine Pauly. Lexikon der Antike in 5 Bänden, München 1975ff.

2)   Für Zitate

  a) Bei Büchern: Name des Verfassers und Vorname (meist lnitiale). Titel des Werkes. Erscheinungsort, Erscheinungsdatum, Seitenzahl.
z.B.
Parker, R. Miasma, Pollution and Purification in Early Greek Religion. Oxford 1983, S. 20

  b) Bei Zeitschriften: Name des Autors und Vorname (meist lnitiale). Titel des Aufsatzes. Name der Zeitschrift, Band und Jahrgang.
z.B.
Thwaites, B. Die schöpferischen Krisen. Geo Wissen 2, 1992, S. 48f.

  c) Bei Lexikonartikeln: Verfasser des Artikels. Bezeichnung des Artikels. Name und Band des Lexikons, Erscheinungsort und -datum, Seitenzahl.
z.B.
Abel, K. Seneca. In: dtv-Lexikon der Antike, Bd. 4, München 1970, S. 183ff.

3) Internetangaben

    Webadresse des verwendeten Artikels und Datum der Benützung.
z.B. http://www.eduvinet.de/mallig/bio/neuro/nerven1.htm (12. Juli 2003).


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