Unsere Reise begann bereits am Sonntagmorgen. Um 8 Uhr traf sich die Klasse 5a in Begleitung von Frau Burgherr und Herrn Baltensweiler beim HB, und rund eine halbe Stunde später fuhren wir los. Die Reise dauerte etwas weniger als sieben Stunden, wurde aber von einem Zwischenstopp in Mailand unterbrochen, wo wir genug Zeit hatten, um uns etwas zu Essen zu holen, und uns rund um den Bahnhof etwas die Beine zu vertreten . Gegen 15 Uhr waren wir schliesslich in Florenz, wo wir direkt unser Gepäck zu unserer Unterkunft brachten. Danach hatten wir etwas Freizeit fürs Abendessen und die Erkundung der Stadt, bevor es schliesslich ins Bett ging.
Am Montag begannen wir bereits mit der Arbeit an unseren Projekten, die wir jeweils in Dreier- oder Vierergruppen erarbeiteten. Nach dem Frühstück in der Unterkunft zogen wir mit unseren Gruppen los, um unsere Museen, Gärten oder historischen Stätten zu besichtigen, über die wir später einen Audioguide erstellen mussten. Dies taten wir am Montagnachmittag. Wir hatten zwar viel Freizeit, mussten unsere Audioguides aber bis zum Abend fertiggestellt haben.
Am Dienstag begannen wir dann schon am Morgen mit den ersten Führungen: Während wir den informativen Audioguide der jeweiligen Gruppe anhörten, leitete die Gruppe den Rest durch ihren jeweiligen Ort (Palazzo Medici Riccardi, Palazzo Vecchio, Giardino di Boboli, Duomo, usw.). Nach unserem Besuch des weltberühmten Ponte Vecchio, wurden wir von den Lehrern in die Mittagspause entlassen.
Für unser nächstes kulturelles Ziel am Nachmittag wurde die 5a in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils um eine halbe Stunde zeitversetzt von Herrn Baltensweiler und Frau Burgherr durch, den Palazzo Pitti, den edlen Palast der Medici, geführt wurden. Die bunt tapezierten Zimmer waren geschmückt mit prunkvollen Kronleuchtern und mit Gold umrahmten Gemälden, die von der beeindruckenden Familiengeschichte zeugten.
Doch was uns vom Palazzo Pitti am längsten in Erinnerung bleiben wird, sind definitiv die Museumsführer. Anscheinend trauten sie unseren Lehrern keine informative Führung zu und blieben uns stets auf den Fersen, um den Lehrern ganz genau auf die Finger zu schauen, worüber wir uns köstlich amüsierten.
Anschliessend an den Palastbesuch besuchten wir den Giardino Boboli. Einer der von unserer Klasse erstellten Audioguides führte uns durch den grossen und prächtigen Garten des Palastes, in dem wir auch den passenden Hintergrund für unser neuestes Klassenfoto fanden. Alle waren ziemlich erschöpft, als wir in unseren verdienten Feierabend entlassen wurden.
Am nächsten Morgen war das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen von Florenz unser Ziel: der Dom. Das liess uns auch die Warteschlange spüren, die sich einmal um das halbe Gebäude erstreckte, doch das Warten lohnte sich definitiv.
Nach und nach haben wir die Kulturstadt durch unsere Ausflugsziele immer besser kennengelernt, doch an diesem Nachmittag lag es nun an uns, tiefer in die Geschichte von Florenz einzutauchen. Wir durften unserer eigenen kulturellen Aktivität nachgehen. Die Klasse teilte sich in kleine Gruppen auf, die sich jeweils auf ihre eigenen Ausflüge begaben, bevor wir uns zum Abschiedsessen wieder treffen würden.
Was, schon der Abschied? – Genau so erging es uns auch, als wir an diesem letzten Abend als Klasse gemeinsam mit den Lehrern essen gingen. Wir amüsierten uns prächtig und genossen auch die Gespräche mit den Lehrern, bei welchen wir mehr über sie als Personen und nicht nur als Lehrer erfuhren. Es wurde gelacht, gegessen und gefeiert bis weit in die Nacht hinein.
Zum letzten Mal genossen wir das spezielle Flair dieser Stadt. Zum letzten Mal gingen wir den Weg vom Zentrum zu unserer Unterkunft, auf dem wir in den letzten Tagen so oft von wütenden Fahrradfahrern und Menschenmassen in der typischen italienischen Hektik hin und her geschoben wurden.
Am nächsten Morgen stand dann Packen an, bevor wir uns noch die letzten Sehenswürdigkeiten, die Piazza della Signoria und die Loggia dei Lanzi, anschauten. Durch ihre vielen Statuen wurde insbesondere die Piazza della Signoria weltberühmt.
Und dann hiess es endgültig Abschied nehmen. Wir stiegen in den Frecciarossa, der uns wie schon auf dem Hinweg mit rasantem Tempo nach Milano bringen würde. Alle waren müde: Einige schliefen und andere hingen energielos auf ihren Sitzplätzen. Zuletzt traten wir die Fahrt nach Zürich an, und nach unserer Ankunft verabschiedeten wir uns voneinander und gingen in die wohlverdienten Ferien.




