Pantsula, mehr als nur ein Tanz – ein Stück Kultur

Unsere Klasse 4b besuchte am 9. April den Tanzworkshop der Pantsulatänzer Tshediso und Teboho. Es war mehr als nur Bewegung zur Musik; es war eine Reise in eine andere Welt, nach Südafrika. Mit jedem Tanzschritt, den uns die beiden Südafrikaner zeigten, brachten sie uns ihrem Alltag oder besser gesagt, ihrer Kultur ein Stück näher. 

Schon beim Einstieg wurde klar, Pantsula ist kein „gewöhnlicher“ Tanz. Jede Schrittfolge erzählt etwas, vom Unterwegssein, vom Alltag in der Stadt und von Begegnungen. Während wir die Choreografie übten, merkten wir, dass es nicht nur um Technik geht, sondern darum, eine Geschichte zu erzählen. Besonders spannend war für uns der Bezug zum Buch „Born a Crime“ von Trevor Noah, dass wir im Unterricht gelesen hatten. Darin beschreibt Trevor Noah seine Kindheit während und nach der Apartheid in Südafrika. Viele Themen aus dem Buch, wie zum Beispiel das Leben in den Townships, die sozialen Unterschiede oder der Umgang mit harten Lebensbedingungen wurden im Workshop plötzlich greifbarer. 

Wenn sie nicht gerade am tanzen waren, berichteten uns Tshediso und Teboho aus ihrem Leben. Sie erzählten uns, dass das Tanzen ihnen die Möglichkeit gab, aus einer Leidenschaft eine Karriere zu machen. Da sie diese Chance hatten und dem nicht immer einfachen Leben in den Townships teilweise entfliehen konnten, wollen sie die Menschen aus ihrer Heimat nun unterstützen. Trotz den schlimmen Dingen, die sie schon erlebt haben, bleiben die beiden Tänzer positiv und motiviert und wollen Kindern helfen, die in derselben Situation stecken, wie sie damals. Zum Beispiel fährt Tshediso jeden Tag Kinder mit seinem Schulbus zur Schule und holt sie dort auch wieder ab. Teboho führt ein Gym, in welchem Menschen im Township trainieren können. Insgesamt wurde deutlich, dass Pantsula nicht nur ein Tanz, sondern auch eine Form des Ausdrucks und der Identität ist.  

Am Ende des Workshops waren wir ein wenig erschöpft, dafür haben wir auch gelernt, dass Tanzen Ausdruck unterschiedlicher Lebensrealitäten einer anderen Kultur sein kann und wie wichtig es ist, diese zu verstehen. 

Sala hantle! (auf Sesotho «Tschüss!»)

Amélie und Mara, 4b



Am 7. April nahm die 3b an einem zweistündigen Tanzworkshop teil. Nach einer kurzen Einführung durch Teboho und Tshidiso, zwei südafrikanischen Tänzern, rannten wir tanzend zu einem Taxi, stoppten es, stiegen ein und fuhren winkend von Lesotho nach Johannesburg. Dort angekommen grüssten wir die Menschen, liefen stolz herum, fächelten uns Luft zu und hatten Freude. Jede Bewegung hat seine Bedeutung, sodass man am Schluss durch den Tanz eine Geschichte erzählt. 

Wir kamen ordentlich ins Schwitzen und machten einige Pausen, in denen uns Teboho und Tshidiso von ihrer Jugend und ihrem Leben im Township erzählten. Ein kultureller Austausch fand statt und Teboho endete mit: “We have nothing, but we are happy. You have everything and you should be happy, but are you?” Eine Frage, die uns zum Denken anregen sollte…

Wir freuen uns auf die Performance der Profitänzer am 30.5.2026 um 18.00 Uhr draussen vor der St. Anna-Kapelle (St. Annagasse 11, Zürich) und dann auf Oktober, wenn das “Fishers of Man Arts Project und die Tanzgruppe Rämibühl” an der DanceXchange 20 in der Aula Rämibühl am 30.10.26 und am 2.11.26 um 19.30 Uhr auftritt.